MALOJA
«So nah an der Natur zu sein, ist der wahre Luxus.»
Wer im Camping Curtinac in Maloja übernachtet oder isst, kommt in den Genuss einer ganz besonderen Gastfreundschaft. Flurina, Max, Malvina und Claudio Pittin haben den naturnahen Platz zu einem Treffpunkt für die Geniesser des Einfachen gemacht.
«Zum ersten Mal sah ich Max im Restaurant Longhin», erinnert sich Flurina Pittin. «Er redete den ganzen Abend. Aber er gefiel mir.» Max Pittin war 1981 aus Zürich als Surflehrer ins Engadin gekommen. Nach einigen Wochen reiste er wieder ab – aber er kam im nächsten Sommer wieder. «Ich arbeitete in der kleinen Surfschule in der Bucht beim Camping Maloja», erzählt Max. «Alles war damals noch sehr einfach und der Camping war etwas heruntergekommen.» Flurina und Max wurden ein Paar und als sie 1984 angefragt wurden, ob sie den Platz übernehmen wollen, sagten die beiden zu.
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Sommer
Campingplatz Curtinac in Maloja
Seit den Fünfzigerjahren gibt es den Campingplatz Curtinac in Maloja. Am Fahrweg nach Isola gelegen, erstreckt er sich über eine grosse Waldlichtung. Direkt am See, ist er ein Treffpunkt für Fischer und Wassersportler, aber Wanderer und Biker schätzen ihn und seine unmittelbare Nähe zur Natur genauso. Ein Kiesweg führt zu den Plätzen für etwa 50 Campingbusse und Anhänger. Darum herum gibt es in den Wiesen und am Waldrand genügend Raum für Zelte von ganz gross bis ganz klein. Herzstück des Platzes ist das hölzerne Betriebsgebäude. Hier finden die Gäste Duschen, Waschbecken und Toiletten und auf der Seeseite gibt es ein gemütliches, kleines Restaurant mit einer Terrasse.
Max und Flurina blieben nicht lange allein: 1986 kam Tochter Malvina und 1987 Sohn Claudio zur Welt. «Auf diesem Platz aufzuwachsen, war ein Traum. Der Wald, die Bäche und der See sind wie gemacht für Kindheitsabenteuer», schwärmt die Touristikerin Malvina. Auch ihr Bruder Claudio genoss den Platz in vollen Zügen und tut das heute noch: «Für viele unserer Gäste – aber auch für mich – ist er einfach ein Kraftort.»
Unsere Gäste mögen die Einfachheit des Ortes
Zu den Gästen gehören einige «Saisoniers» sowie Gäste, die hier ihre Wochenenden oder Ferien verbringen. Sie stammen vor allem aus der Schweiz, Deutschland und Holland. «Unsere Gäste mögen die Einfachheit des Ortes. Wer im Zwölfmetercamper reist und Luxus sucht, ist anderswo besser aufgehoben», sagt Mutter Flurina. Einfach, aber hervorragend ist die Küche des kleinen Restaurants. Den Pizzaofen baute Maurer Max einst selbst und wurde damit zu einem der bestens Pizzaiolos im Tal. Sohn Claudio (39) löst ihn seit einigen Jahren immer mehr am Ofen ab und in der Küche zaubert Tochter Malvina (40).
«In den ersten Jahren lief das Restaurant sehr schleppend», erinnert sich Mutter Flurina. «Manchmal waren wir froh, wenn wir unter der Woche genügend einnahmen, um das Holz für den Pizzaofen zu bezahlen.» «Das lag vielleicht auch an der Küche», lacht Malvina. «Wir wärmten Fertiggerichte auf und achteten zu wenig auf die Details.» Heute ist das ganz anders. «Unsere Karte ist einfach, aber die Qualität muss immer top sein», sagt Claudio. Die Pizzas, die er und Vater Max backen, sowie die Teigwaren, Capuns und wunderbar angerichteten Salate aus der Hand von Malvina ziehen immer mehr externe Gäste aus dem ganzen Engadin an.